Stärken des Schienengüterverkehrs in der Corona-Krise nutzen - Dossier

Der Schienengüterverkehr hat auch in der Pandemie als Ergebnis systembedingter Vorteile und verantwortungsbewussten Managements seine Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Der Rückgang der Ladungsmenge infolge sinkender Industrieproduktion und unterbrochener Logistikketten sowie eine aggressive Preispolitik im Straßengüterverkehr samt sinkender Dieselpreise haben nun zu Verkehrsverlagerungen auf die Straße geführt. Was die Wettbewerbsbahnen unternehmen und was die Politik nun tun muss, wenn sie ihre verkehrspolitischen Ziele nicht gefährden will, lesen Sie hier.

Masterplan Schienenverkehr - ein guter Schritt zur Stärkung der Schiene

Beim Schienengipfel am 30. Juni 2020 hat das BMVI mit Vertretern des Schienensektors den Masterplan Schiene der Öffentlichkeit vorgestellt. Besonders wertvoll ist für die Wettbewerbsbahnen das Bekenntnis der Regierung und der ganzen Branche, bis 2030 den Marktanteil der Schiene im Güterverkehr bis 2030 auf mindestens 25 Prozent zu steigern. Die Umsetzung der vorgesehen Maßnahmen muss sofort angegangen werden. Zwei wichtige „Gebote“ zur Stärkung der Schiene fehlen allerdings im Masterplan…

Die Pressemitteilung des NEE, den Masterplan Schiene und den Schienenpakt des Zukunftsbündnisses finden Sie hier.

Sonderfahrt: „Hör das Signal, Berlin!“ am 28. September 2020

Ein fast 400 Meter langer Zug aus 21 modernen Lokomotiven - mit ihrem Protestzug durch die Hauptstadt haben die privaten Güterbahnen am 28. September ein deutlich sicht- und hörbares Zeichen gesetzt. Dass sie bereits deutlich mehr als die Hälfte des bundesweiten Schienengüterverkehrs bewältigen und weiter wachsen wollen, wurde ebenso mit Nachdruck öffentlich herausgestellt, wie die Forderung der Gleichbehandlung bei Corona-Hilfen mit den DB-Güterbahnen.

Den Mitschnitt der Abschlussveranstaltung, Fotos der Aktion und weitere Infos finden Sie hier.

Netzwerk Europäischer Eisenbahnen e.V.

Wettbewerbsbahnen wickeln über die Hälfte des Schienengüterverkehrs in Deutschland ab. 2018 waren das 136 Milliarden Tonnenkilometer (lt. Destatis). Wir wollen, dass es mehr werden: Als Netzwerk Europäischer Eisenbahnen sind wir der Zusammenschluss von 70 Mitgliedern, zu denen Eisenbahn­verkehrs­unternehmen und Unternehmen aus deren Umfeld gehören. Fairer Wettbewerb auf der Schiene ist unser Hauptanliegen.

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Ein echter Protest-Zug durch Berlin: Güterbahnen wollen Verkehr von der Straße holen statt geschrumpft zu werden – Mit EU-Auflagen fairen Wettbewerb sichern

28.09.2020 - Mit der allerersten sowie besonders kraftvollen und weithin hörbaren Demonstration auf Schienen fordert das Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE) am heutigen Montag faire Wettbewerbsbedingungen und eine effiziente Unterstützung der klimafreundlichen Güterbahnen in der Corona-Krise und darüber hinaus ein. Ein knapp 400 Meter langer Güterlok-Protestzug startete um 11.20 Uhr am Rand der Hauptstadt zur Sonderfahrt „Hör das Signal, Berlin!“.

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100.000 Kilowatt auf der Stadtbahn - Demonstration auf Schienen am kommenden Montag in Berlin

24.09.2020 - Die erste Demonstration auf Schienen: das Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE) zeigt am kommenden Montag in Berlin seine Power. Der Verband, der die nicht zum DB-Konzern gehörenden Güterbahnen vertritt, hat seine Mitglieder in und durch die Bundeshauptstadt eingeladen.

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Sonderfahrt: Hör das Signal, Berlin!

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 Aufzeichnung der Abschlussveranstaltung des Aktionstages im BEHALA-Gelände am Westhafen

Bildergalerie der Sonderfahrt der Güterbahnen:

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Europäische Klima- und Verkehrspolitik muss die Schiene in den Mittelpunkt stellen

19.09.2020 - Ohne mehr Schiene in den Transport- und Reiseketten der Zukunft sind die neuen Klimaminderungsziele der EU-Kommission nicht erreichbar. Die Güterbahnen halten eine Steigerung des Schienenanteils im europäischen Güterverkehr von derzeit 18 auf 30 Prozent bis 2030 für möglich. Es kommt aber darauf an, durch gezielte Förderung und Entlastung der klimafreundlichen Verkehrsmittel und das in der Schweiz bewährte Prinzip „Verkehr finanziert Verkehr“ das Ruder in der Klimapolitik herumzureißen.

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