Bahnreform II: Warum die Politik handeln muss

Eine Reform der Eisenbahnorganisation 27 Jahre nach der Bahnreform von 1994 ist notwendig. Das ist keine „Diskussion von vorgestern“ (DB-Chef Lutz), sondern eine notwendige Debatte für morgen und übermorgen, die neben dem Infrastrukturausbau, wettbewerbsfähigen Rahmenbedingungen für die Schiene im Verkehrsmarkt und der Innovationsförderung die vierte große Baustelle der Eisenbahn- und Verkehrspolitik ist. Handlungsbedarf besteht nicht nur bei den im DB-Konzern gebündelten infrastrukturellen und verkehrlichen Aktivitäten des DB-Konzern, sondern auch bei den Eisenbahnbehörden. Das NEE hat bereits die Berufung einer unabhängigen Expert:innenkommission vorgeschlagen und ist Teil eines breiten Bündnisses, das eine Bahnreform II fordert. Weitere Informationen lesen Sie hier.

Nach der Wahl ist vor der Regierungsarbeit Schritte zur Priorisierung der Schiene

Das Superwahljahr 2021 endete mit dem Höhepunkt der Bundestagswahl am 26. September 2021. Nun folgen Koalitionsverhandlungen und Regierungsbildung. Alle Güterbahnen hoffen, dass sie jetzt Taten statt nur Papiere sehen und niemand im Bremserhäuschen sitzt. Sie fordern in der neuen Legislatur Priorität für die Schiene, damit eine Verkehrsverlagerung stattfindet - vor allem im Sinne des Klimaschutzes.

Was Priorität für die Schiene nach der Wahl konkret bedeutet, lesen Sie unter unserem Leitmotiv „35/35 - 35 % Marktanteil des Schienengüterverkehrs bis 2035!“ hier

Eine Zeitenwende in der Klima- und Verkehrspolitik?

Die nicht zur DB gehörenden Eisenbahnen des Güter- und Personenverkehrs haben seit dem letzten Wettbewerber-Report Eisenbahnen vor zwei Jahren ihre Stellung im Markt ausgebaut. Im Güterverkehr überschritt ihr Marktanteil im Jahr 2020 die 57-Prozent-Marke. Im Personennahverkehr stieg der Anteil bezogen auf die Zugkilometer auf 41 Prozent. Anders sieht es im Wettbewerb mit der Straße aus - Corona hat die Schiene härter getroffen als Pkw und Lkw. Nun setzen die Wettbewerber große Hoffnungen auf den angekündigten Aufbruch unter einer Ampelkoalition und erwarten Priorität für die Schiene. Infrastruktur, Rahmenbedingungen, Innovationsförderung und eine Bahnreform II benennt der Report als Handlungsfelder.

Weitere Infos und zum Livestream der Abendveranstaltung

Netzwerk Europäischer Eisenbahnen e.V.

Die Güterbahnen wickeln über die Hälfte des Schienengüterverkehrs in Deutschland ab. 2018 waren das 136 Milliarden Tonnenkilometer (lt. Destatis). Wir wollen, dass es mehr werden: Als Netzwerk Europäischer Eisenbahnen vertreten wir die Güterbahnen als ein Zusammenschluss von knapp 90 Mitgliedern. Zu unseren Mitgliedern zählen viele Eisenbahn­verkehrs­unternehmen und Unternehmen aus deren Umfeld. Fairer Wettbewerb auf der Schiene ist unser Hauptanliegen.

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Jetzt das Signal auf Grün für Klimaschutz, Wachstum und Wettbewerb stellen - mofair und NEE präsentieren den 7. Wettbewerber-Report Eisenbahnen 2021/22

22.10.2021 - Gemeinsam mit mofair e.V. stellt das Netzwerk Europäischer Eisenbahnen am 25. Oktober 2021 den "7. Wettbewerber-Report Eisenbahnen 2021/22" vor. Hier finden Sie alle Materialien und den Link zum Livestream.

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Ob die Ampel im Verkehrssektor wirklich umschaltet, ist dem Sondierungsergebnis nicht zu entnehmen - Statement des NEE vom 17.10.2021

17.10.2021 - Lesen Sie hier das Statement des NEE zum Sondierungsergebnis-Papier von SPD, Grünen und FDP.

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Mehr Klimaschutz, Marktwirtschaft und soziale Gerechtigkeit: Bahnverbände hoffen auf verkehrspolitischen Aufbruch mit SPD, Grünen und FDP - Gemeinsame Presseinformation vom NEE, Allianz pro Schiene und mofair

14.10.2021 - Die Verbände der Wettbewerbsbahnen und die Allianz pro Schiene haben an die potentiellen Ampelkoalitionäre appelliert, verkehrspolitisch einen Aufbruch zu wagen und sich auf programmatische Schnittmengen zu besinnen. „Mehr Klimaschutz, mehr Marktwirtschaft, mehr soziale Gerechtigkeit“ müsse das neue Motto der Verkehrspolitik werden, forderten das Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE), mofair und die gemeinnützige Allianz pro Schiene am Donnerstag in Berlin von SPD, Grünen und FDP. An finanzpolitischen Grundsätzen müsse die Verkehrswende jedenfalls nicht scheitern.

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Güterbahnen: Deutschland fährt besser mit einem Schieneninfrastrukturfonds

07.10.2021 - Alle Parteien haben sich vor der Bundestagswahl für den Ausbau des Schienennetzes ausgesprochen. Nun müssen sie in einem Koalitionsvertrag fixieren, wie das schon heute stark ausgelastete Schienennetz schnell modernisiert und ausgebaut werden kann, um mehr Verkehr von der Straße verlagern zu können. Gleichzeitig müssen die Kosten für Betrieb und Ersatzinvestitionen langfristig geplant und sicher finanziert werden. Der Verband der Güterbahnen stellt in einem Policy Brief die erfolgreiche Strategie vor, mit der sich die Schweiz seit 1998 epochale Ausbauten und ein exquisites Netz leisten konnte.

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