Die Zahl des Tages: 2

Heute werden laut Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes knapp drei Viertel der Beförderungsleistung im Inland auf der Straße mit Sattelaufliegern transportiert. Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene muss daher genau diese Ladeeinheit ins Visier nehmen. In 95 Prozent aller Fälle sind Sattelauflieger jedoch so gebaut, dass sie zwar mit der Eisenbahn transportiert, aber aus Stabilitätsgründen nicht verladen werden können. Ein Wechsel zwischen Schiene und Straße in Terminals ist damit nur mit zusätzlichem Equipment und dementsprechend höheren Kosten möglich. Im Schienengüterverkehr liegt der Anteil von transportierten Sattelaufliegern dementsprechend nur bei knapp 14 Prozent.

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Bahnreform II: Warum die Politik handeln muss

Eine Reform der Eisenbahnorganisation 28 Jahre nach der Bahnreform von 1994 ist notwendig. Das ist keine „Diskussion von vorgestern“ (DB-Chef Lutz), sondern eine notwendige Debatte für morgen und übermorgen, die neben dem Infrastrukturausbau, wettbewerbsfähigen Rahmenbedingungen für die Schiene im Verkehrsmarkt und der Innovationsförderung die vierte große Baustelle der Eisenbahn- und Verkehrspolitik ist. Handlungsbedarf besteht nicht nur bei den im DB-Konzern gebündelten infrastrukturellen und verkehrlichen Aktivitäten des DB-Konzern, sondern auch bei den Eisenbahnbehörden. Das NEE hat bereits die Berufung einer unabhängigen Expert:innenkommission vorgeschlagen und ist Teil eines breiten Bündnisses, das eine Bahnreform II fordert. Weitere Informationen lesen Sie hier

Vier Jahre Ampelkoalition: Schritte zur Priorisierung der Schiene

Die neue Regierung ist gebildet und hat ihre Geschäfte aufgenommen. Der Koalitionsvertrag enthält viele einzelne Vorhaben, zum Teil bedeuten diese echte Verbesserungen für die Schiene, doch fehlende Kennzahlen und Relativierungen trüben die Erwartung einer Priorität für die Schiene. Die Ampel hat nun vier Jahre Zeit, den Weg zu einem deutschen Schienengüterverkehr als Rückgrat moderner Logistikketten mit Konsequenz zu beschreiten. Ein ambitioniertes aber machbares Ziel, dessen Verwirklichung die Güterbahnen unterstützen werden.

Was Priorität für die Schiene bedeutet, lesen Sie unter unserem Leitmotiv „35/35 - 35 % Marktanteil des Schienengüterverkehrs bis 2035!“ hier

Eine Zeitenwende in der Klima- und Verkehrspolitik?

Die nicht zur DB gehörenden Eisenbahnen des Güter- und Personenverkehrs haben seit dem letzten Wettbewerber-Report Eisenbahnen vor zwei Jahren ihre Stellung im Markt ausgebaut. Im Güterverkehr überschritt ihr Marktanteil im Jahr 2020 die 57-Prozent-Marke. Im Personennahverkehr stieg der Anteil bezogen auf die Zugkilometer auf 41 Prozent. Anders sieht es im Wettbewerb mit der Straße aus - Corona hat die Schiene härter getroffen als Pkw und Lkw. Nun setzen die Wettbewerber große Hoffnungen auf den angekündigten Aufbruch unter einer Ampelkoalition und erwarten Priorität für die Schiene. Infrastruktur, Rahmenbedingungen, Innovationsförderung und eine Bahnreform II benennt der Report als Handlungsfelder.

Weitere Infos und zum Livestream der Abendveranstaltung

NEE begrüßt "Bahnvision 2040"-Pläne der belgischen Regierung - Statement des NEE vom 10. Februar 2022

10.02.2022 - Was die belgische Regierung sich da vorgenommen hat, begrüßen wir sehr, da sie damit ganz im Sinne der europäischen Klimaschutzziele agiert, indem mehr Güter auf der Schiene transportiert werden. Auch aus deutscher Sicht ist das eine gute Nachricht, da Investitionen im Nachbarland auch den starken grenzüberschreitenden Verkehrsströmen etwa zu und von den Nordseehäfen zugutekommen.

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Gastbeitrag des NEE im "derFahrgast" zur Stellung des Schienengüterverkehrs im Koalitionsvertrag

10.02.2022 - NEE-Geschäftsführer, Peter Westenberger, hat in einem Gastbeitrag im "derFahrgast", dem Magazin des Fahrgastverbands PRO BAHN, eine Einschätzung zur Stellung des Schienengüterverkehrs im Koalitionsvertrag

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Bundesmobilitätsgesetz des VDC ist viel mehr als ein Gesetzentwurf - Statement des NEE vom 10. Februar 2022

10.02.2022 - Glückwunsch! Der Gesetzentwurf ist eine Prüfung auf politische Ernsthaftigkeit, die sich viele Menschen wünschen. Mit dem Bundesmobilitätsgesetz würden politische Aussagen verbindlich für Regierung und Verwaltung.

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IW-Studie "Faktencheck Güterverkehr in Deutschland" - Statement des NEE vom 3. Februar 2022

03.02.2022 - Die heute im Auftrag der Initiative Pro Mobilität veröffentlichte IW-Studie bestätigt bekannte Analysen, wonach weiteres Wachstum und Verkehrsverlagerung von der Straße deutlich mehr Investitionen in die Schieneninfrastruktur erfordern.

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