Wo unsere Mittel herkommen und wofür wir sie verwenden

Diese Gliederung entspricht derjenigen, die für Träger des Siegels "Initiative Transparente Zivilgesellschaft" von Transparency International Deutschland vorgeschrieben ist. Das Siegel ist jedoch auf gemeinnützige Organisationen beschränkt.

 

1 Name, Sitz, Anschrift und Gründungsjahr unserer Organisation

Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE) e. V., Sitz Berlin
Anschrift: Reinhardtstraße 46, 10117 Berlin

Gründungsjahr: 2000 (als Netzwerk Privatbahnen e. V.)


2 Vollständige Satzung oder Gesellschaftervertrag sowie weitere wesentliche Dokumente, die Auskunft darüber geben, welche konkreten Ziele wir verfolgen und wie diese erreicht werden (z. B. Vision, Leitbild, Werte, Förderkriterien)

Unsere Satzung finden Sie hier.


3 Datum des jüngsten Bescheides vom Finanzamt über die Anerkennung als steuerbegünstigte (gemeinnützige) Körperschaft, sofern es sich um eine solche Körperschaft handelt

Das Netzwerk Europäischer Eisenbahnen ist keine steuerbegünstigte/gemeinnützige Körperschaft.

 

4 Name und Funktion der wesentlichen Entscheidungsträger (z.B. Geschäftsführung, Vorstand und Aufsichtsorgane)

Ludolf Kerkeling, Vorstandvorsitzender
(Mitglied des Vorstandes der Havelländische Eisenbahn Aktiengesellschaft)

Sven Flore, Stellvertretender Vorsitzender
(Geschäftsführer der Floreconsult GmbH)

Gerhard Timpel, Schatzmeister
(Geschäftsführer der ArcelorMittal Eisenhüttenstadt Transport GmbH)

Isabelle Schulze, Vorstandsmitglied
(Assistentin der Geschäftsführung der AERS Rail Services Deutschland GmbH)

Christian Dehns, Vorstandsmitglied
(Geschäftsführer der D&D Eisenbahngesellschaft mbH)

Ralph Schmitz, Vorstandsmitglied
(Geschäftsführer der R. A. T. H. GmbH)

Ursula Vogt, Vorstandsmitglied
(Geschäftsführerin der e.g.o.o. Eisenbahngesellschaft Ostfriesland-Oldenburg mbH)


Peter Westenberger, Geschäftsführer

 

5 Bericht über die Tätigkeiten unserer Organisation: zeitnah, verständlich und so umfassend, wie mit vertretbarem Aufwand herstellbar (z.B. Kopie des Berichts, der jährlich gegenüber der Mitglieder- oder Gesellschafterversammlung abzugeben ist)

Das Netzwerk Europäischer Eisenbahnen hat 2017 seinen Anspruch, die Interessen des gesamten Schienengüterverkehrs in Deutschland zu vertreten, durch zahlreiche Aktivitäten untermauert und erfüllt.

Das letzte Quartal des Jahres 2017 war politisch durch zwei Anläufe zur Regierungsbildung geprägt, auf die das Netzwerk mit mehrfacher gezielter Ansprache der Verhandlungsdelegationen sowie zusätzliche Aktivitäten wie die von Professor Dr. Christian Böttger erstellte Studie zum intermodalen Kostenvergleich reagiert hat. In der Studie wurde festgestellt, dass selbst bei weitgehender Akzeptanz der „Zweckbindung“ von Energie- und Kfz-Steuern die Straße bei weitem ihre Kosten nicht deckt. Das Thema ist für breite Teile von Politik und Medien so fremd, dass die Ergebnisse noch längere Zeit kommuniziert werden müssen.

In die Diskussion um die Berufung eines „hochrangigen Schienenbeauftragten“ haben wir uns mit einem eigenen Vorschlag (Parlamentsbeauftragter) eingebracht.

Dem designierten Verkehrsminister Andreas Scheuer haben wir zwei Stunden nach der Veröffentlichung dieser Entscheidung der CSU-Spitze herzlich gratuliert und um ein zeitnahes Gespräch gebeten.

Ab Dezember hat auch die Ansprache der zweifelsfrei künftig im Verkehrsbereich engagierten Bundestagsabgeordneten an Bedeutung gewonnen. Unmittelbar nach der Benennung der (43) Mitglieder des Verkehrsausschusses wurden diese (mit Ausnahme der AfD, hier ist eine andere Herangehensweise geplant) angeschrieben und u.a. zur Teilnahme an einem „SGV-Praxistag“ eingeladen. Der persönliche Austausch läuft mit allen Fraktionen zunehmend intensiver.

Der unter unserer intensiven Beteiligung Ende Juni veröffentlichte „Masterplan Schienengüterverkehr“ wird von uns bei der angelaufenen Umsetzung ebenfalls weiter intensiv begleitet und in der politischen Kommunikation trotz einiger „Leerstellen“ (z. B. fehlen die Wettbewerbsorientierung, der grenzüberschreitende Blick oder der Bürokratieabbau) positiv herausgestellt.

Großer Arbeitsschwerpunkt der Geschäftsführung im Herbst war auch nach der Veröffentlichung der Kurzfassung der Wettbewerber-Report Eisenbahn 2017/18 (Veranstaltung am 10. Oktober; Pressegespräch; Fertigstellung der Langfassung; begleitende Presse- und Öffentlichkeitsarbeit).

Beim „Infrastruktur“-Schwerpunkt stechen die Diskussionen mit der DB Netz AG zu Rastatt (Thema bei zwei Spitzengesprächen mit dem Netz-Vorstand), zu den Perspektiven des kurzfristigen Güterverkehrs und zum geplanten Anreizsystem bzw. den Themen des „Runden Tisches Baustellenmanagement“ hervor. Herr Kerkeling hat am 16. Oktober sehr anschaulich die Probleme der Fahrplanqualität im DB-Dialog „Qualität und Pünktlichkeit“ vorgestellt. Sven Flore und Michail Stahlhut wurden erneut in den Netzbeirat der DB berufen, Michail Stahlhut zum Vorsitzenden des Gremiums gewählt.

Die Sperrung in Rastatt hat auch nach der Wiedereröffnung eine Rolle gespielt (Vorbereitung Rastatt-Studie, Nachbereitungstermin BMVI, Presseanfragen). Voraussichtlich im April wird eine Studie mit ERFA und UIRR zu den volkswirtschaftlichen Auswirkungen öffentlich vorgestellt werden.

Wir haben uns mehrfach kritisch zum Störfallmanagement der DB Netz geäußert und verfolgen derzeit insbesondere das Störfallmanagement der DB Netz intensiv weiter. Wir haben die Bundesnetzagentur zur Prüfung der Eignung der von DB Netz ergriffenen Maßnahmen aufgefordert. Die Möglichkeit einer effizienten Überprüfung wird dort jedoch nicht gesehen, ebenso wenig wie eine Möglichkeit, Anordnungen zu treffen.

Das Netzwerk hat sich seit dem Sommer intensiv mit der Begleitung der neuen DB-Strategie für eine schnellere Umrüstung auf ETCS und elektronische Stellewerke befasst. Sven Flore und Michail Stahlhut vertreten das Netzwerk am neu eingerichteten „Runden Tisch“, zusätzlich sind die Herren Kerkeling, Groß und Westenberger für die Mitarbeit in einzelnen Arbeitsgruppen gemeldet.

Zum geplanten Anreizsystem wurde unter Beteiligung zahlreicher Unternehmen rund um Weihnachten und Neujahr eine gut abgestimmte Position aus dem Verband heraus erarbeitet. Im November hatten wir verhindert, dass das Thema „einvernehmlich“ durch den „Runden Tisch Baustellenmanagement“ zu Lasten des SGV abgehakt wurde.

Die weiter extrem zeitverzögerte Abrechnung der Netznutzungsentgelte durch DB Energie hat den Verband in persona von Sven Flore sowie einiger Mitgliedsunternehmen in Form von Stellungnahmen und Teilnahme an Veranstaltungen beschäftigt – die Bundesnetzagentur wurde aufgefordert, bei der DB Energie schnellstmöglich für rechtskonforme Verfahren zu sorgen. Ebenso wurde der neue Geschäftsführer des Unternehmens, Torsten Schein, zu diesem und weiteren Themen angeschrieben.

Seit Sommer liefen die vorbereitenden Arbeiten am Film „Visionen des Schienengüterverkehrs der Zukunft“, der im November und Dezember endabgestimmt und ab 8. Januar öffentlich von den Partnern verteilt und beworben wurde. Die Resonanz auf den Film ist fast durchweg positiv.

Im gesamten Jahr 2017 wurden fünf Mitgliederrundschreiben, vier offene Briefe an die Politik und 41 Pressemitteilungen, darunter einige mit Partnern, herausgegeben und sieben Pressegespräche bzw. -fahrten veranstaltet.

Nach dem Auftakt der politischen Veranstaltungsreihe „Zu Gast bei Freunden“ am 4. September sind für das kommende Jahr schon mindestens zwei Nachfolgeveranstaltungen geplant.

Die Zusammenarbeit auf G8-Ebene hat sich auf die Kernforderungen zur Bundestagswahl konzentriert und am 21. November zu einer gemeinsamen Veranstaltung zum Deutschland-Takt geführt. VDB und VPI planen derzeit eine weitere gemeinsame G8-Veranstaltung zum Thema „Innovation“ am 14. Mai. Der Kontakt zu einzelnen weiteren Verbänden (z.B. BDI, DSLV, IBS, DVWG, BF Bahnen) wurde ausgebaut.

Das NEE hat mit heutigem Stand drei aktive Kooperationen, die zumeist sehr gut angenommen werden.

 

6 Personalstruktur: Anzahl der hauptberuflichen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, Honorarkräfte, geringfügig Beschäftigte, Zivildienstleistende, Freiwilligendienstleistende; Angaben zu ehrenamtlichen Mitarbeitern

Per 01.08.2018:

Hauptberufliche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer: 2
Honorarkräfte: 2 (Studentische Mitarbeiter)
Geringfügig Beschäftigte: 1
Ehrenamtliche Mitarbeiter: 8 in festen Funktionen, punktuelle Mitarbeit aus der Mitgliedschaft.

 

7/8 Mittelherkunft: Angaben über sämtliche Einnahmen, dargelegt als Teil der jährlich erstellten Einnahmen-/ Ausgaben- oder Gewinn- und Verlustrechnung, aufgeschlüsselt nach Mitteln aus dem ideellen Bereich (z. B. Spenden, Mitglieds- und Förderbeiträge), öffentlichen Zuwendungen, Einkünften  aus  wirtschaftlichem  Geschäftsbetrieb,  Zweckbetrieb  und  /  oder  der  Vermögensverwaltung.

Mittelverwendung: Angaben über die Verwendung sämtlicher Einnahmen, dargelegt als Teil der jährlich erstellten Einnahmen- und Ausgaben- oder Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Vermögensübersicht bzw. der Bilanz

 

Einnahmen des Jahres 2017

 

Angaben in €

     

Ideeller Bereich

   

Mitgliedsbeiträge

 

309.417,09

     

Öffentliche Zuwendungen

 

0,00

     

Wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb

 

0,00

     

Sonstige Einnahmen

   

Einnahmen aus der Büro-Kooperation mit mofair*

12.103,80

Einnahmen aus der Kooperation mit mofair*

48.152,99

Veräußerung von Sachanlagen

 

710,66

     

Summe der Einnahmen

 

370.384,54

     

 * Kostenerstattung für Bürogemeinschaft (durchlaufender Posten)
bzw. Beitrag zur gemeinsamen Geschäftsführung (läuft 2017 aus)

   
     

Ausgaben des Jahres 2017

 

Angaben in €

     

Personalkosten

 

188.055,10

Raumkosten

 

27.079,96

Weiterbildung

 

884,79

Öffentlichkeitsarbeit

 

15.000,00

Interne Veranstaltungen

 

2.374,27

Reisekosten

 

9.469,98

Teilnahme an Veranstaltungen

 

400,00

Kommunikationskosten

 

3.898,90

Rechts- und Beratungskosten/Steuerbüro

11.567,50

Bürobedarf/Software

 

23.350,49

Gebühren/Abgaben/Beiträge

 

7.870,16

Umsatzsteuer

 

1.825,63

Projektkosten

 

79.730,58

     

Summe der Ausgaben

 

371.507,36

 

9 Gesellschaftsrechtliche Verbundenheit mit Dritten, z. B. Mutter- oder Tochtergesellschaft, Förderverein, ausgegliederter Wirtschaftsbetrieb, Partnerorganisation

Das Netzwerk Europäischer Eisenbahnen ist Mitglied in der European Rail Freight Association (ERFA), www.erfarail.eu und bei der Forschungsstelle für deutsches und internationales Eisenbahnrecht, www.f-e-r.org

10 Namen von juristischen Personen, deren jährliche Zuwendung (incl. Beiträge, Leistungsentgelte, Gebühren, Projektmittel, Spenden, etc.) mehr als zehn Prozent unserer gesamten Jahreseinnahmen ausmachen.  Angaben zu entsprechenden Spenden von natürlichen Personen werden nach Zustimmung derselben veröffentlicht, in jedem Fall aber als „Großspenden von Privatpersonen“ gekennzeichnet.

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