Freie Bahn muss sofort Chefsache werden

13.08.2017

Wettbewerbsbahnen fordern: Nord-Süd-Güterverkehr muss schnellstmöglich wieder laufen

Dass nun "alle Signale auf Halt" für den mitteleuropäischen Nord-Süd-Schienengüterverkehr stehen, ist der traurige Höhepunkt eines Missmanagements, den die Politik und die DB zu verantworten haben. Eine Havarie an einer Bau­stelle auf einer Hauptstrecke wie in Rastatt mag vorkommen, aber die gleichzeitige baubedingte Sperrung aller halb­­wegs leistungsfähigen Strecken, die umgeleitete Verkehre in einer solchen Situation aufnehmen könnten, "darf ein­fach nicht vorkommen!," so NEE-Vorstandsmitglied Michail Stahlhut am heutigen Sonntag in Duisburg. "Bekann­ter­maßen dürfen Notausgänge auch nicht abgeschlossen oder zugestellt werden!"

DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla müsse nun sofort für ein funktionierendes Krisenmanagement für die in­dustriewichtigen Güterverkehre sorgen, sonst sei die Angelegenheit binnen kürzester Zeit ein Fall für den Bundes­verkehrsminister und die EU-Verkehrskommissarin.

Insgesamt bedürfe das Baustellenmanagement der DB Netz einer dringenden Revision, weil sich in den vergan­ge­nen Wochen die Chaos-Nachrichten bei der Koordination des - jahrelang aufgeschobenen - erhöhten Bauvolumens gehäuft hät­ten.