Corona-Krise: Stärken des Schienengüterverkehrs nutzen

12.03.2020

Am 29. Mai hat das NEE in einem Schreiben an die Bundeskanzlerin angeregt, das bereits Ende April vorgestelltes 3-Stufen-Programm im geplanten Investitionsprogramm des Bundes zu berücksichtigen. Das 3-Stufen-Programm soll den schienengebundenen Güterverkehr in Deutschland in der COVID 19-Pandemie stabilisieren und als langfristig wichtigsten Treiber der Verkehrswende aus der Krise heraus führen. Die erste Stufe dient dabei dem Erhalt der Leistungsfähigkeit des Schienengüterverkehrs während der Pandemie mithilfe eines Stabilitätsfonds, die zweite Stufe zielt auf eine temporäre Stärkung der intermodalen Wettbewerbsfähigkeit und die dritte Stufe beinhaltet zielführende Vorschläge für eine nachhaltiges Innovationsprogramm.

Am 15. Mai hat das NEE in einem Schreiben an den Verkehrsausschuss des Bundestags seine Verwunderung über den derzeit diskutierten Vorschlag geäußert,  das Eigenkapital des DB-Konzerns zur Abmilderung der Pandemiefolgen undifferenziert noch weiter zu erhöhen. Eine sinnvolle Unterstützung des Schienengüterverkehrs muss diskriminierungsfrei, dumpingvermeidend und unabhängig von der Eigentümerschaft gestaltet werden.

Am 11. Mai hat das NEE in Zusammenarbeit mit den Mitgliedsunternehmen einen Best Practice-Katalog für Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der COVID19-Epidemie im Eisenbahn- und Werkstattbetrieb herausgegeben. Schon am 5. März hatte das NEE den Mitgliedsunternehmen Empfehlungen an die Hand gegeben, wie sie Corona-Ansteckungen in ihren Betrieben vorbeugen können.

Am 28. April hat das NEE in einem Schreiben an Herrn Bundesminister Scheuer anlässlich der Absage an eine Erhöhung der Trassenpreisförderung eine wettbewerbsneutrale Stabilisierung des klimafreundlichen Schienengüterverkehrs angemahnt.

Am 23. April hat das NEE gemeinsam mit der Allianz pro Schiene, dem VDV und dem VPI im Gemeinschaftspapier "Top 3 Maßnahmen" gefordert, einen Stabilitätsfonds zu schaffen, die Trassenpreisförderung auszuweiten und die Anlangenpreisförderung zu starten sowie die Steuer- und Abgabenlast für den nachhaltigen Schienengüterverkehr zu reduzieren.

Am 21. April hat das NEE eine Umfrage unter seinen Mitgliedern veröffentlicht, der zufolge im März der Rückgang bei den meisten Unternehmen zwischen 10 und 20 Prozent der Leistung lag. Bei den auf bestimmte Regionen oder Segmente spezialisierten Unternehmen ergaben sich Abweichungen – von im Einzelfall minus 60 Prozent bis zu unveränderten Transportleistungen. Alle Befragten gingen davon aus, dass die Leistung im April weiter abnimmt.

Am 17. April hat das NEE einen konsoliderten Forderungskatalog mit Maßnahmen zur Stärkung des Schienengüterverkehrs an die Bundesregierung gerichtet. Im Kontext der drohenden Rückverlagerungen von Verkehren auf die Straße durch Preisdumping hat das NEE die Forderungen nach einer Preisbeobachtungsstelle sowie nach einer 1:1-Regelung in einer Pressemitteilung am 21. April bekräftigt.

Am 31. März hat das NEE gefordert, während der Corona-Krise die Schienenmaut befristet auszusetzen.

Am 19. März haben das NEE und der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) eine gemeinsame Pressemitteilung zu den Chancen für den Schienengüterverkehr durch die Coronakrise veröffentlicht.

Am 13. März hat das Netzwerk auch Empfehlungen an Politik, Verwaltung, Infrastrukturbetreiber und Krisenstäbe gegeben, wie der Schienengüterverkehr in der aktuellen Situation gestärkt werden und wie unbeabsichtigte oder unnötige Behindern vermieden werden können. So müsse etwa darauf geachtet werden, das nicht erkrankte Triebfahrzeugführer nicht in Quarantäne genommen werden – im Inland wie bei der Fahrt von grenzüberschreitenden Zügen.

Am 12. März hat der Güterbahnverband Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE) hat in Berlin einen gemeinsamen Brief von Logistik- und Bahnverbänden an die europäischen Institutionen veröffentlicht, in dem der Schienengüterverkehr als das am wenigsten vom Corona-Virus gefährdete Verkehrsmittel empfohlen wird. „Einer der großen Vorteile des Schienengüterverkehrs ist, dass wenige Menschen große Mengen transportieren“, erläutert Peter Westenberger, Geschäftsführer des NEE. „Damit gibt es weniger Übertragungsmöglichkeiten für das Corona-Virus als im Straßengüterverkehr.“

 

 

 

 

 

 

 

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