Zahl des Tages: Schienengüterverkehr ist seit 1996 um 68 Prozent gewachsen

Hätten Sie gewusst, dass der Güterverkehr auf der Schiene um 68 Prozent seit 1996 gewachsen ist?

Die Verkehrsleistung, gemessen als Produkt aus Transportgewicht und –weite, konnte von 69,7 auf 116,2 Mrd. Tonnenkilometer gesteigert werden. Das Wachstum haben vor allem die Wettbewerbsbahnen auf die Schiene gebracht. Das Plus machte der „Kombinierte Verkehr“, der Transport von Containern, Wechselbrücken und Lkw-Sattelaufliegern, während die Volumina bei den klassischen Gütern nicht oder nicht wesentlich sanken. Im wachsenden Gesamtverkehrsmarkt stagniert allerdings der Schienenanteil. 2016 gab es bei einem Minus von 0,4 Prozentpunkten auf 17,6 Prozent sogar erstmals Rückverlagerungen zum Lkw. Logistikern zufolge sind die sich öffnende Schere zwischen steigenden (Schiene) und sinkenden (Lkw) Kosten für Energieabgaben und Infrastruktur bei gleichzeitig abnehmender Qualität im Schienennetz die wesentlichen Ursachen. Auf den Straßen wird es immer voller, weil der jährliche Zuwachs dort am größten ist: im Mittel seit 2010 lag er dreimal so hoch wie das jährliche Plus auf der Schiene. Dabei könnten nicht nur die Bahnunternehmen, sondern auch das Netz noch mehr. Die Berater von kcw hatten schon 2010 abgeschätzt, dass 2030 fast 100 Mrd. Tonnenkilometer mehr als heute, mit „vergleichsweise marginalen“ Investitionen erreichbar wären.

Detaillierte Zahlen zur Marktentwicklung finden Sie im „Wettbewerber-Report Eisenbahn 2017/18“. Die in weiten Teilen immer noch aktuelle Studie von kcw, die in vielen Punkten mit den Vorhaben des Bundesverkehrswegeplanes 2030 und den Maßnahmen des „Masterplans Schienengüterverkehr“ übereinstimmt, finden Sie hier.

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