Wolfgang Groß wird Beauftragter für Wettbewerbsfragen

Weniger unnötige Bürokratie und mehr fairer Wettbewerb sollen nach den Vorstellungen des Netzwerks Euro­pä­ischer Eisenbahnen (NEE)  die Wettbewerbsfähigkeit der Schiene im Gütertransport stärken.

Der Verband der Wettbe­werbsbahnen will diese Ziele noch stärker als bisher verfolgen und hat sich mit der Berufung von Wolfgang Groß zum „Beauftragten für Wettbewerbsfragen“ profunde Expertise an Bord geholt. Groß hat bis Ende 2017 als Referatsleiter in der Bundesnetzagentur über den fairen Zugang von Bahnunternehmen zur Schieneninfrastruktur gewacht und will sich künftig für die Verbesserun-gen der intramodalen Wettbewerbsbe­dingungen der Schiene einsetzen. Schwerpunkte werden die Nutzerkosten der Infrastruktur, die effiziente Ein­führung des Leit- und Siche­rungssystems ETCS sowie Technik und Verfahren für eine effizientere Fahrplan­erstellung und damit höhere Pünktlichkeit und Verfügbarkeit sein.

Viele dieser Themen werden nicht mehr ausschließlich national entschieden, so dass Groß das Netzwerk auch in Brüssel (bei der EU, der ERFA als Dachverband der Wettbewerbsbahnen und anderen Verbänden) und Valencien­nes (bei der Eisenbahnagentur der EU) vertreten wird. Auch in Zukunft diskriminierungsfreie Bedingungen für alle Bahnunternehmen bei der Weiterentwicklung des Eisenbahnrechts zu gewährleisten, wird eine Daueraufgabe von Groß sein.

Schließlich erwartet das Netzwerk, dass Groß auch viele Vorschläge zur künftigen Vereinfachung des Eisenbahnbe­triebs sozusagen als Früchte eines langen Berufslebens im Bereich der Eisenbahn einbringen wird. Auf diesem Feld wird maßgeblich über die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit des Schienenverkehrs gegenüber der Straße ent­schieden werden.

Ludolf Kerkeling, Vorstandsvorsitzender des Netzwerks, dazu: „Groß verfügt über eine langjährige, umfassende und auch internationale Expertise zum praktischen Alltag des Schienengüterverkehrs. Wir freuen uns außerordentlich, seine Unterstützung für den Schienengüterverkehr gewonnen zu haben. Das sichert uns und dem Schienenverkehr ein breites Know-how. Groß hat sich in den vergangenen Jahren einen Namen als energischer und auf praktikable Lösungen konzentrierter Mitarbeiter der Bundesnetzagentur gemacht. Auch wenn verschiedene Betreiber von Schie­neninfrastrukturen, allen voran die DB Netz AG, mehr als einmal ihren Kurs korrigieren mussten, wird Groß auch dort als durch und durch lösungsorientierter Experte geschätzt. Das passt zu unserem Verständnis der Eisenbahn. Wir meinen, dass Infrastruktur und Verkehr auf der Schiene zwar nicht in einer Hand geführt, aber doch eng abge­stimmt, betrieben werden müssen. Groß steht für seine Tätigkeit ein großer Expertenpool aus den Wettbewerbs­bahnen des Schienengüterverkehrs zur Verfügung.“

 

Wesentliche Stationen des beruflichen Lebenslaufs von Groß:

 

1971                   Einstieg bei der Deutschen Bundesbahn (Inspektorenlaufbahn)

1978 – 1993        Leitungsfunktionen im Bereich der Produktion bei der DB, u.a. Betriebsaufsicht im Rangier­bahnhof Koblenz-Lützel und Dienststellenleiter in Remagen

1994 – 2003        Leitungsfunktionen in der Produktion und Betriebssicherheit im höheren Dienst (Eisenbahnbetriebsleiter bei DB Regio in Koblenz und Köln)

2003 – 2007        Leiter Operation und Geschäftsführer Schweiz bei der TX Logistik AG

2007 – 2017        Referatsleiter Netzzugang bei der Bundesnetzagentur

 

Seit 2001 Mitglied im Prüfungsausschuss für EBL Bund/Länder (beim Eisenbahn-Bundesamt)

Groß ist darüber hinaus seit Jahrzehnten kommunalpolitisch für die SPD in der Region Ahrweiler/Bonn tätig.


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